Schon Einstein lehrte uns, dass Zeit relativ ist. Sie vergeht nicht überall gleich schnell. Oder zumindest fühlt es sich nicht immer so an.
Bei mir vergeht die Zeit gerade unregelmäßig. Es gibt Momente, das vergeht sie wie im Flug. Dann schleicht sie wieder, als hätte sie Angst, was auf sie zukommt.
Manchmal sitze ich stundenlang einfach nur rum, ohne zu merken, dass es schon Abend wird und ich mich seit drei Stunden kaum bewegt habe. Ich erschrecke, wenn mein Mann heim kommt. Und auf die Frage : "Was hst du den ganze Tag gemacht?" kann ich höchstens sagen: "Nichts".
Dann gibt es Tage, da steht mein Mann in der Tür und ich frage mich, wie es schon so spät sein kann. Ich bin doch eben erst aufgestanden und habe angefangen, dieses und jenes zu machen... Wenn dann die Frage kommt, sprudelt aus mir heraus, als gäbe es keinen Morgen. Doch dann sehe ich seinen Blick und weiß, das war zu viel... ich hab es wieder übertrieben. War wieder so sehr im Hamsterrad gefangen, dass es morgen wieder ein Tag sein wird, an dem ich kaum aus dem Bett kommen werde.
Aber es gibt auch Tage, da kann ich in Ruhe ein Buch lesen, die Wäsche waschen und bin im Fluss mit der Zeit. Sie vergeht nicht so, dass ich mich schlecht fühle. Sondern so, dass es sich normal anfühlt. Doch, wie vieles im Moment, sind solche guten Tage sehr selten.
Aber es gibt sie. Oft merke ich erst im Nachhinein, dass es gestern besser war, weswegen ich die guten Tage nicht so recht würdigen kann. Aber selbst wenn ich sie später erkenne, ich bin froh, dass es sie überhaupt gibt.
Ich schreibe hier über meine Erfahrungen mit Depressionen. Da ich schon von Natur aus eher offen bin, gehe ich mit diesem Teil meines Lebens auch offen um. Doch ich weiß auch, das machen Themen triggern können. Also bitte lieber Leser. Achte auf dich und wenn dir meine Worte nicht gut tun, dann lese sie nicht!
Freitag, 24. November 2017
Sonntag, 5. November 2017
Manchmal muss es laut sein...
Oder Kalt, oder schmerzen. Manchmal muss der Reiz ein extremer sein, um aus den Gedanken, die so schädlich sind, rauszukommen. Und manchmal, aber nur manchmal, da muss der Reiz überwältigend sein. Wenn nichts anderes hilft, ist es dann legitim, sich selbst zu verletzten? Oder ist es immer falsch? Ist es immer falsch, auch wenn man keinen anderen Ausweg findet? Wenn es die einzige Möglichkeit ist, wieder aus der Teufelsspirale rauszukommen?
Ich war schon in einer solchen Situation. Ich weiß nicht, ob ich jetzt eine Borderline-Störung habe, weil ich in einer extremen Hochstresssituation nur noch den Weg gesehen habe, mich selbst zu verletzten, oder einfach nur extrem reagiert habe.
Gerade versuche ich herauszufinden, welche Alternativen ich habe, anstatt mich selbst zu verletzten. Das nennt sich Notfallkoffer. Diese Technik habe ich in der Klinik kennen gelernt. Den versuche ich gerade für mich auszuarbeiten. Eventuell poste ich mal ein Bild dazu, aber das überlege ich mir noch.
Gerade geht es mir wieder schlechter. Schlafmangel, trübe Gedanken (aber noch nicht Lebensmüde), Unruhe. Allgemein einfach nicht gut.
Aber gerade in dieser Zeit soll ich mir etwas gutes tun. Also habe ich mir einen leckeren Tee gekocht, meine Lieblingsmusik laut aufgedreht und versuche, meine Stimmung und meine Gefühle hier niederzuschreiben.
Nun genieße ich weiter meinen Tee und werde mir nachher vielleicht ein Bad gönnen.
Ich war schon in einer solchen Situation. Ich weiß nicht, ob ich jetzt eine Borderline-Störung habe, weil ich in einer extremen Hochstresssituation nur noch den Weg gesehen habe, mich selbst zu verletzten, oder einfach nur extrem reagiert habe.
Gerade versuche ich herauszufinden, welche Alternativen ich habe, anstatt mich selbst zu verletzten. Das nennt sich Notfallkoffer. Diese Technik habe ich in der Klinik kennen gelernt. Den versuche ich gerade für mich auszuarbeiten. Eventuell poste ich mal ein Bild dazu, aber das überlege ich mir noch.
Gerade geht es mir wieder schlechter. Schlafmangel, trübe Gedanken (aber noch nicht Lebensmüde), Unruhe. Allgemein einfach nicht gut.
Aber gerade in dieser Zeit soll ich mir etwas gutes tun. Also habe ich mir einen leckeren Tee gekocht, meine Lieblingsmusik laut aufgedreht und versuche, meine Stimmung und meine Gefühle hier niederzuschreiben.
Nun genieße ich weiter meinen Tee und werde mir nachher vielleicht ein Bad gönnen.
Abonnieren
Kommentare (Atom)